In Norwegen macht man das schon seit 10 Jahren: Fußbodenheizung ohne Heizung

Foto: aus offenen Quellen

Skandinavische Erfahrung – wie man den Boden warm macht

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Die norwegische Fußbodenheizungstechnologie, die seit zehn Jahren erfolgreich eingesetzt wird, basiert auf einer veränderten Bauphilosophie, bei der die Hauptaufgabe nicht in der ständigen Erzeugung von Wärme besteht, sondern in deren zuverlässiger Aufrechterhaltung im Raum. Während viele Menschen hierzulande jeden Winter versuchen, der Kälte mit Hilfe von glühenden Batterien und Heizkörpern zu entkommen, ermöglicht die skandinavische Methode, dass der Fußboden selbst bei strengem Frost von bis zu vierzig Grad Celsius angenehm bleibt.

Ein Fehler, der den Boden eiskalt macht

Ein großer Irrtum bei der traditionellen Bauweise besteht darin, dass der Fußboden in der Nähe des gefrorenen Bodens hergestellt wird, wodurch die Kälte ungehindert nach oben steigt und das Heizsystem zu harter Arbeit zwingt. In Norwegen wird dieses Problem durch eine vollständige thermische Abschottung des Bodens beseitigt. Anstelle der üblichen 5 Zentimeter Dämmung wird eine 20 bis 30 Zentimeter dicke Schicht aus extrudiertem Polystyrolschaum verwendet. Dieses Material ist feuchtigkeitsbeständig und langlebig, so dass der Boden zusammen mit der Dämmung ein vollwertiger Teil des Wärmekreislaufs des Gebäudes ist.

Warum der Boden in norwegischen Häusern warm ist

Ein ideales Fußbodenheizungssystem ist wie ein komplexes, vielschichtiges Gebilde, bei dem jede Komponente eine entscheidende Rolle spielt, um das Ergebnis zu gewährleisten. Der Prozess beginnt mit einer gründlichen Vorbereitung des Bodens, auf dem ein Sand- und Kiesgemisch, ein Geotextil und eine Schicht aus Rohestrich verlegt werden. Die nächste Stufe ist eine zuverlässige Abdichtung, um das Eindringen von Feuchtigkeit in das System zu verhindern. Danach wird das Fundament des Wärmekreislaufs – eine massive Schicht hochwertiger Dämmung – verlegt.

Auf dieser stabilen und gedämmten Basis wird das Rohrnetz der Warmwasserbereitung verlegt, das anschließend mit einem armierten Estrich befestigt wird. Das entscheidende Element ist dabei ein spezieller Untergrund mit reflektierenden Eigenschaften, der die Wärmeenergie direkt nach oben in den Raum leitet. Für die letzte Stufe werden gut leitfähige Beläge wie keramische Fliesen, moderne Fliesenböden oder ausgewählte Holzarten verwendet.

Dank dieser ausgeklügelten Technik reicht eine Wassertemperatur von 30 bis 35 Grad Celsius aus, um das Haus gemütlich zu halten. Im Vergleich dazu muss in konventionellen Häusern mit unzureichender Isolierung das System auf 60 oder 70 Grad aufgeheizt werden, was zu einem erheblichen Mehrverbrauch an Energie führt.

Warum es sich lohnt, einen warmen Fußboden herzustellen

Viele Leute denken, dass die norwegische Technologie zu teuer ist, aber die langfristige Kostenanalyse widerlegt diese Aussage vollständig. Obwohl Sie zu Beginn des Baus mehr Geld ausgeben müssen, liegen die Einsparungen beim Heizen in einem solchen Haus bei 40 bis 60 Prozent. Eine hochwertige Boden- und Fundamentisolierung amortisiert sich in 4 bis 7 Jahren allein durch die Senkung der Nebenkosten, und danach erhalten Sie den Komfort praktisch kostenlos.

Ein wichtiger Vorteil ist auch die Energieunabhängigkeit des Gebäudes, das dank des Thermoeffekts sehr langsam auskühlt. Selbst bei strengem Frost sinkt die Raumtemperatur im Falle eines Unfalls oder eines Heizungsausfalls nur um ein oder zwei Grad pro Tag, was nicht nur Gemütlichkeit, sondern auch Sicherheit garantiert.

Wir sind es gewohnt, beim Bau Geld zu sparen, indem wir die Dicke der Isolierung reduzieren, aber dann zahlen wir jahrzehntelang zu viel für Energie. In Skandinavien ist es dagegen üblich, die Gesamtkosten für ein Haus 20-30 Jahre im Voraus zu berechnen, wobei die Heizkosten ein wichtiger Indikator sind.

Es gibt immer noch das Klischee, dass ein leistungsstarker Heizkessel zuverlässiger ist als eine moderne Isolierung. Die Physik beweist jedoch, dass Wärme immer dort entsteht, wo es den geringsten Widerstand gibt, und eine dreißig Zentimeter dicke Isolierschicht stoppt diesen Prozess viel besser als jedes Gerät. Die Erfahrung der nordischen Länder bietet einen vorgefertigten Weg vom ständigen Kampf gegen die Kälte hin zu vernünftiger und wirtschaftlicher Wärme.

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