Leichteres Durchatmen bei Erkältung: 6 Lebensmittel, die eine verstopfte Nase lindern können

Foto: aus offenen Quellen

Eine laufende Nase kann man nicht nur mit Sprays und Tabletten lindern

Eine verstopfte Nase ist eines der häufigsten Symptome von Erkältungen und saisonalen Allergien. Sie kann nicht nur mit Medikamenten, sondern auch mit Lebensmitteln gelindert werden. Einige Lebensmittel enthalten bioaktive Verbindungen, die Entzündungen reduzieren und die Nasengänge befreien. Dies berichtet die Zeitschrift verywellhealth.

Warme Brühe gilt seit jeher als „Heilnahrung“, und das aus gutem Grund. Die Flüssigkeit hilft, den Schleim zu verflüssigen, und der warme Dampf hilft, die Verstopfung der Nebenhöhlen zu lindern. Vor allem Hühnerbrühe wird oft nachgesagt, dass sie leicht entzündungshemmend wirkt und Erkältungssymptome lindern kann.

Warmer Tee hat eine ähnliche Wirkung. Das heiße Getränk befeuchtet die Schleimhäute, und der Dampf hilft, die Nasengänge vorübergehend zu öffnen. Grüner Tee enthält antioxidativ wirkende Catechine, die die Dauer des Schnupfens verkürzen können. Kräutertees – Kamille, Ingwer, Pfefferminze oder Holunder – können zusätzliche Vorteile bieten, auch wenn die wissenschaftlichen Beweise für ihre Wirksamkeit noch begrenzt sind.

Honig, der dem Tee zugesetzt wird, kann ebenfalls nützlich sein. Er hat antioxidative und immunstimulierende Eigenschaften, lindert Husten und fördert das Abhusten von Schleim. Für Kinder unter einem Jahr wird von Honig jedoch dringend abgeraten.

Vorübergehend „durchbrechen“ kann man die Nase mit scharfen Speisen. Chilischoten enthalten Capsaicin, und Wasabi, Senf und Meerrettich – Allysothiocyanat. Diese Stoffe reizen die Schleimhaut, regen die Schleimsekretion an und können die Verstopfung schnell lösen. Zu viel scharfes Essen kann aber auch das Gegenteil bewirken, nämlich eine Verstärkung der Entzündung und des Unwohlseins.

Ein weiterer unerwarteter Helfer ist die Ananas. Sie enthält das Enzym Bromelain, das zur Schleimlösung beiträgt und eine entzündungshemmende Wirkung hat. Darüber hinaus ist Ananas reich an Vitamin C, das das Immunsystem unterstützt. Einige Studien haben Bromelain mit der Linderung von Kieferhöhlenentzündungssymptomen in Verbindung gebracht, obwohl es noch keine endgültigen Schlussfolgerungen gibt.

Probiotischer Joghurt kann ebenfalls hilfreich sein. Entgegen dem weit verbreiteten Mythos, dass Milchprodukte den Schleim „verdicken“, haben Joghurts mit Probiotika entzündungshemmende Eigenschaften und enthalten Zink, das für das Immunsystem wichtig ist. Der regelmäßige Verzehr solcher Produkte kann das Risiko von Erkältungen verringern und deren Verlauf erleichtern. Experten empfehlen, ungesüßte Varianten zu wählen, z. B. griechischen Joghurt.

Gleichzeitig lohnt es sich, bei verstopfter Nase den Alkoholkonsum einzuschränken, da er zur Dehydrierung und Entzündung beiträgt und bei empfindlichen Menschen die Freisetzung von Histamin provozieren kann. Auch ein Übermaß an raffiniertem Zucker ist nicht zu empfehlen, da dieser die Entzündung verstärkt. Bei manchen Menschen verschlimmern Lebensmittel mit hohem Histamingehalt – Käse, Wurstwaren, fermentierte Lebensmittel, Wein, Bier und bestimmte Obst- und Gemüsesorten – die Symptome.

Ärzte weisen darauf hin, dass man einen Arzt aufsuchen sollte, wenn die Verstopfung länger als 10 Tage anhält, hohes Fieber, Atembeschwerden, Dehydrierung oder die Unfähigkeit zu essen und zu trinken auftreten. In solchen Fällen kann eine Selbstbehandlung gefährlich sein.

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